Jahresprogramm 2019

Mit Ausnahme der Generalversammlung im März finden unsere Monatsversammlungen jeweils an einem Montag, normalerweise am zweiten Montag im Monat, um 20.00 Uhr statt. Wir treffen uns im Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz (NLU), St. -Johanns-Vorstadt 10, 4056 Basel. Auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen.

Achtung: Die Eingangstüre wird kurz nach 20.00 Uhr geschlossen.

 

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Montag, 14. Januar 2019, 20.00 Uhr

Werner Huber, Zunzgen

Beobachtungen auf dem Ränggen - ein weiteres Eldorado in Diegten

Auf der Südseite des bewaldeten Bergzugs "Ränggen" wurde vor rund zehn Jahren der Wald aufgelichtet. Als Hauptzweck galt es, einen günstigen Lebensraum für Reptilien zu schaffen. An einem Wintertag im Dezember 2015 besuchte der Referent erstmals dieses Gebiet und erkannte dabei ein grosses Potential für eine Studie der Insektenwelt an diesem Ort. So beschloss er, eine zweijährige Beobachtungsfrist für dieses Projekt einzuräumen. Bei insgesamt 11 Tagesbesuchen und 33 Lichtfängen wurden erstaunliche Beobachtungen gemacht, welche in dieser Zusammenfassung bildlich gezeigt werden.


Montag, 11. Februar 2019, 20. 00 Uhr

Daniel Burckhardt

Biologische Schädlingsbekämpfung von und mit Blattflöhen

Blattflöhe ernähren sich ausschliesslich von Pflanzensaft und sind normalerweise auf eine oder wenige Wirtspflanzenarten beschränkt. Einige Blattfloharten sind wichtige land- und forstwirtschaftliche Schädlinge, die kontrolliert werden müssen. In gewissen Fällen eignen sich dazu natürliche Feinde, in anderen Fällen helfen auch Kulturmethoden. So wie die Blattflöhe von Parasitoiden können Unkräuter von Blattflöhen kontrolliert werden. Dazu sind breit angelegte Untersuchungen der Biologie erforderlich. An Beispielen werden Erfolge und Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung erläutert.

Freitag, 22. März 2019, 19.30 Uhr

Generalversammlung

 

Montag, 08. April 2019, 20.00 Uhr


Daniel Hagenmeier, Neobiota Spürhunde CH

Bekämpfung invasiver Käfer mit Hilfe von Spürhunden 

2011 wurde in der Schweiz erstmals eine Population des mit Verpackungsholz (z.B. Paletten) eingeschleppten Asiatischen Laubholzbockkäfers Anoplophora entdeckt. Dabei handelt es sich um eine invasive Käferart aus China, welche viele einheimische Laubbaumarten (z.B. Ahorn, Pappel, Weide u.a.) befällt. Da Eiablagen und Larven ausserordentlich schwer zu lokalisieren sind, wurde 2012 in der Schweiz der Versuch gestartet, mit Spürhunden stehende Bäume auf einen möglichen Befall zu untersuchen. Heute 7 Jahre später, hat sich hieraus eine Erfolgsgeschichte entwickelt. Die Spürhundeteams der IG bekämpfen den Asiatischen Laubholzbockkäfer europaweit in über 10 Befallsgebieten. 2017 gründetet Daniel Hagemeier die IG Neobiota Spürhunde Schweiz, um der stetig wachsenden Nachfrage bezüglich der Bekämpfung von invasiven Arten nachzukommen. Es erwartet Sie ein spannender Vortrag inklusive Film und Diskussion zum Thema Spürhunde im Einsatz für den Pflanzenschutz.

 


Montag, 13. Mai 2019, 20.00 Uhr

Szymon Jozefczuk, Binningen

Sechsjährige Untersuchung zu Nachtfaltern (Noctuidae) entlang der Suonen im Oberwallis

Der Autor berichtet über seine Ergebnisse aus Licht- und Süssköderfänge von Eulenfalter (Noctuidae) in einem siebenjährigen Zeitfenster im Oberwallis. Die von ihm erfassten Falter, stammen von 20 verschiedenen Orten aus dem erwähnten Gebiet. Vor allem Trockenrasen, Felsensteppen und xeromontane Habitate wurden untersucht. Dabei werden auch mehrere besonders interessante Arten von Noctuiden präsentiert.

Montag, 17. Juni 2019, 15.00 - 17.00 Uhr

Stephen Skillman, Magden

Besichtigung des Forschungszentrums Syngenta Crop Protection in Stein

(inklusive Insektenzucht) mit anschliessendem Abendessen in Säckingen (DE)

Für die Forschung um neue Pflanzenschutzprodukte werden sämtliche globalen Schädlinge in Stein gezüchtet. Die Tour bietet einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Insektenzucht und "Screening" im Forschungszentrum der Syngenta in Stein.

Leitung: Stephen Skillman

Anmeldung erforderlich per Email an : stephen.skillman@syngenta.com, Tel.: +41 79 309 43 87 oder schriftlich an Stephen Skillman, Bürgenstal 27, CH-4312 Magden. Anmeldeschluss: 14. Juni 2018

Das Abendessen ist optional. Weitere Informationen z.B. über Hin- und Rückfahrt werden gegen Ende April per Email mitgeteilt und auf unsere Homepage gesetzt.

 

Montag, 09. September 2019, 20.00 Uhr

Denise Wyniger, Riehen

Wanzen in der Stadt 

Nicht nur Bettwanzen trifft man in Basel an, auch "harmlosere" Wanzenarten finden sich an den unterschiedlichsten Orten in der Stadt. Als Einzelgänger oder in riesigen Populationen - in Basel lässt es sich als Wanze in einer Vielzahl an Biotopen wunderbar leben.

Montag, 14. Oktober 2019, 20.00 Uhr

Kurzvorträge

 

Montag, 11. November 2019, 20.00 Uhr

Henrik Luka, FiBL

Ein Beitrag zur Ökologie der Kurzflügelkäfer der Schweiz (Coleoptera: Staphylinidae, ohne Pselaphinae) 

Kurzflügelkäfer (Coleoptera: Staphylinidae) sind weltweit mit 56'768 bekannten Arten und Unterarten vertreten (Assing und Schülke 2012). In der Schweiz konnten 1'414 Kurzflügelkäferarten (ohne Unterfamilie Pselaphinae) aufgenommen werden (Luka et al. 2009). Es sind bereits weitere Arten gemeldet worden und es ist zu erwarten, dass noch weitere dazu kommen werden. Die ersten Zusammenstellungen der Kurzflügelkäfer der Schweiz stammen von Heer (1839, 1841), Stierlin und Gautard (1867) und Stierlin (1900). Es liegen einige regionale Artenlisten vor, z.B. aus der nördlichen Schweiz (Lucht 1987, 1989;  Böhme 2005), Nordostschweiz (Hugentobler, 1966), Nordwestschweiz (Luka 2004), Zentralschweiz (Uhlig et al. 2006), Westschweiz (Wittwer 1993) und eine gesamtschweizerische Liste aus dem "Catalogue des Coléoptères de Suisse" (Besuchet, unpubliziert). Über die Ökologie der Staphylinidae der Schweiz liegen aber keine umfassenden Werke vor. Die besten Quellen für Europa stellen aktuell drei ältere Werke von Horion (1963, 1965, 1967) sowie eine neuere Arbeit von Assing und Schülke (2012) dar.

Mit unserer Arbeit möchten wir einen Beitrag zur Verbesserung des Wissens über die Ökologie von 430 Kurzflügelkäferarten der Schweiz leisten.

 

Montag, 09. Dezember 2019, 20.00 Uhr

Werner Herter, Binningen

Frühlingsparadies Kreta 

Die südlichste Insel Europas wird im Frühling zu einem Blütenparadies von einzigartiger Schönheit. Von den 1'800 Pflanzenarten sind ungefähr 10% wegen der jahrmillionen langen Trennung vom Festland zu Sippen geworden, die ausschliesslich auf Kreta und zum Teil noch auf den benachbarten Inseln vorkommen. Sie sind also endemische Arten geworden, die sonst nirgendwo auf der Welt anzutreffen sind. Auch bei den Kleintieren gibt es infolge der jahrtausend langen Trennung vom Festland viele eigenständige Weiterentwicklungen zu eigenen endemischen Arten, wie zum Bespiel der Osterluzeifalter Zerynthia cretica, der heute zu seiner Schwesterart Zerynthia cerisyi sichtbare Unterschiede zeigt. Auch die vom Aussterben bedrohte Leopardnatter, welche als schönste europäische Natter gilt, hat auf Kreta eine gute Überlebensmöglichkeit.