Jahresprogramm 2020

!! NEU !!

Wir treffen uns im Naturhistorischen Museum Basel, Stapfelberg 6, 4051 Basel / 20.00 Uhr.

Auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen.

 

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Montag, 13. Januar 2020, 20.00 Uhr

Armin Coray, Basel

Über das Zeichnen von Insekten

Insekten existieren mehrheitlich am unteren Rand unserer Wahrnehmung. Lange Zeit spielten sie in der Kulturgeschichte allenfalls im Mythos, in der Religion, im Aberglauben, als Sinnbild oder aber als wirtschaftlicher Faktor eine Rolle. Um ihrer selbst willen beschäftigte man sich bereits schon in der Antike mit ihnen. Brauchbare wissenschaftliche Darstellungen haben sich jedoch erst seit der frühen Neuzeit erhalten, als man sie, etwa mittels optischer Hilfsmittel, genauer studieren konnte. Der Referent gibt einen Einblick in Technik, Reproduktion und Geschichte der Insektendarstellung und zeigt auch Bespiele von Schwarz-Weiss-Illustrationen aus seiner eigenen Praxis.


Montag, 10. Februar 2020, 20. 00 Uhr

Markus Wilhelm, Allschwil

Der unglaubliche Artenreichtum der Tropen

Der Regenwald ist für mich immer der Inbegriff des Waldes. So war ich im Mai 2019 in Französisch Guyana. Sicher auch wegen den Pilzen, aber auch wegen dem unglaublichen Reichtum aller Organismen. Ich habe sicher einige wohl unbekannte Pilzarten dokumentiert, aber natürlich auch viele Insekten fotografiert. Viel Faszinierendes für Entomologen !

Freitag, 20. März 2020, 19.30 Uhr

Generalversammlung

 

Montag, 20. April 2020, 20.00 Uhr


Judith Korb, Universität Freiburg (D)

Termiten: Von Superorganismen, Ökosystem Ingenieuren und Stararchitekten 

Termiten sind die ältesten sozialen Insekten der Erde. Sie sind soziale Schaben, die seit mehr als 130 Millionen Jahren die Erde mit ihren Staaten bevölkern. In ihrem Vortrag wird die Referentin über ihre soziale Lebensweise, ihre Bedeutung für Ökosysteme und ihre Leistungen als Konstrukteure klimatisierter Bauten berichten.

 


Montag, 11. Mai 2020, 20.00 Uhr

 

Sereina Klopfstein, Naturhistorisches Museum Basel

 

Die unbekannte Welt der Darwinwespen (Ichneumonidae)

Es klingt so grausam, dass der Naturforscher Darwin bei diesen Tieren an der Existenz eines Schöpfers zu zweifeln begann. Die Schlupfwespen der Familie Ichneumonidae entwickeln sich in oder auf den Larven von anderen Insekten oder Spinnen und fressen diese während ihrer Entwicklung auf. Wie so oft in der Natur gibt es hier natürlich eine Kehrseite - durch ihre Lebensweise spielen Darwinwespen eine ausgleichende Rolle im Ökosystem und können als biologische Schädlingsbekämpfer für die Land- und Forstwirtschaft von grossem Nutzen sein. Leider sind unsere Wissenslücken über diese faszinierenden Insekten aber noch riesig, denn auch wenn bereits 25'000 Darwinwespenarten beschrieben worden sind, werden noch immer regelmässig neue Arten entdeckt - auch in der Schweiz. 

Montag, 08. Juni 2020, 20.00 Uhr

Ambros Hänggi, Naturhistorisches Museum Basel

Fremde Spinnen im Land - Autostopper und blinde Passagiere

 

Wie in anderen Tiergruppen auch, werden bei den Spinnen in Basel in der letzten Zeit regelmässig neue Arten gefunden. In den vordergründigen Antworten ist immer irgendwie der Begriff "Global Warming" enthalten. Diese einseitige Ursachenzuordnung greift wohl zu kurz. Weitere Faktoren wie weltweiter Tourismus und Handel spielen eine Rolle. Aber auch eine ganz andere Frage ist von Bedeutung: Was wissen wir wirklich, wer früher tatsächlich schon da war? Anhand einiger Beispiele mit Spinnen wird versucht, diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

 

 

Montag, 14. September 2020, 19.30 Uhr

Generalversammlung 

Achtung neuer Veranstaltungsort : Naturhistorisches Museum, Stapfelberg 6, 4051 Basel

Montag, 12. Oktober 2020, 20.00 Uhr

Martin Nyffeler, Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz der Universität Basel

Ungewöhnliche Ernährungsweisen bei Spinnen 

In der modernen Ökologie werden Spinnen global betrachtet, als die wichtigsten terrestrischen Insektenfresser eingestuft. Neben Insekten töten und fressen Spinnen gelegentlich noch andere Invertebratengruppen, wie etwa Regenwürmer, Schnecken und verschiedene Gruppen von Krebsen. Grosse, tropische Spinnen machen gelegentlich Jagd auf kleine Wirbeltiere (Vögel, Fledermäuse, Mäuse, Spitzmäuse, Ratten, Fische, Schlangen, Eidechsen, Salamander, Frösche und Kröten). Eine grössere Anzahl von Spinnenarten ist zudem in der Lage, Pflanzenmaterial (Pollen, Samen, Nektar, Honigtau und Phloemsaft) als Zusatznahrung zu nutzen. Im Vortrag soll anhand von umfangreichem Bildmaterial ein Überblick über solch ungewöhnliche Fressereignisse bei Spinnen vermittelt werden, und es soll aufgezeigt werden, welche ökologische Bedeutung diese alternativen Ernährungsstrategien für das Überleben der globalen Spinnengemeinschaft haben.

Montag, 09. November 2020, 20.00 Uhr

Andreas Müller, Natur Umwelt Wissen, Zürich

Die faszinierende Welt der Wildbienen in den Alpen - Neue Erkenntnisse zur Biologie seltener Arten

Wildbienen sind eine sehr artenreiche und vielfältige Insektengruppe mit faszinierenden Lebensweisen. Die Alpen beherbergen eine spezielle Wildbienenfauna, die jedoch erst unzureichend erforscht ist. In Zusammenhang mit der Erarbeitung einer Roten Liste der gefährdeten Wildbienen der Schweiz werden seit einigen Jahren vermehrt Anstrengungen unternommen, Licht in die unbekannte Lebensweise alpiner Arten zu bringen. Der Vortrag berichtet über neue Erkenntnisse zu den Blütenpräferenzen und Nistweisen typischer Gebirgsarten.

 

Montag, 14. Dezember 2020, 20.00 Uhr

Gebi Müller, Wegenstätten

Aussergewöhnliche Bilder aus der einheimischen Falterwelt

Gebi Müller hat uns gütigerweise eine umfangreiche Serie von eindrücklichen Aufnahmen zur Verfügung gestellt. Es wird eine ausgedehnte Abfolge von Bildern vieler Falterarten, teilweise auch von deren Entwicklungsstadien gezeigt. Hinter den Wiedergaben, erahnt man das Zusammenspiel von grosser Geduld und exzellenter Fertigkeit eines Naturliebhabers. Die gestochen scharfen, detailreichen und vielmals kunstvollen Fotografien offenbahren einmal mehr, die Diversität und Schönheit der uns umgebenden, verborgenen Kleintierwelt.