Jahresprogramm 2022

 

Wir treffen uns im Naturhistorischen Museum Basel, Augustinergasse 2, 4051 Basel, 20.00 Uhr, Zugang über den Haupteingang des Museums.

Auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen.

 


Freitag, 25. März 2022

Generalversammlung

 



Montag, 25. April 2022 / 20.00 Uhr

Christian Roesti, Bern

Steinfliegen: Faszinierende Bioindikatoren

Viele Wasserinsekten entgehen total der Aufmerksamkeit von uns Menschen. Es weiss kaum jemand, dass es in der Schweiz über 120 verschiedene Steinfliegenarten gibt, diese aber nicht mit den Stubenfliegen, sondern mit den Libellen und Heuschrecken verwandt sind. Wussten Sie, dass Steinfliegenmännchen einen arttypischen Gesang erzeugen, indem sie den Hinterleib auf ein Substrat schlagen und die Weibchen in ihrem Rhythmus antworten? Oder dass die Weibchen extra stromaufwärts fliegen, um die Eier abzulegen, weil diese wegen der Strömung noch abdriften? Christian Roesti erzählt mit eindrücklichen Bildern und Videos über die spannende Welt dieser Wasserinsekten, im speziellen über die Steinfliegen und stellt sein neues Buch "Die Steinfliegen der Schweiz" vor.

Montag, 9. Mai 2022 / 20.00 Uhr

Bruno Baur, Aesch

15 Jahre nach dem Auftauchen des Buchsbaumzünsler: Kann der natürliche Buchs-wald in der Nordwestschweiz überleben?

Der Buchsbaumzünsler Cydalima perspectalis ist eine in Europa neu eingeschleppte Art, welche grosse Schäden in Gärten, Parkanlagen und natürlichen Buchsbeständen verursacht. Drei Jahre nach seinem ersten Nachweis in Weil am Rhein/D haben die Raupen des Falters den natürlichen Buchsbestand am Grenzacher Horn kahl gefressen (2010). Entgegen weitläufigen Befürchtungen erholte sich dieser Buchswald fast vollständig, bis er 2017 erneut kahl gefressen wurde. Im Vortrag werden die Ergebnisse einer Langzeitstudie über das saisonale Vorkommen und die Häufigkeit des Buchsbaumzünslers sowie über die Veränderung der natürlichen Buchswälder in der Nordwestschweiz vorgestellt. 

 

Montag, 13. Juni 2022 / 20.00 Uhr

Patrick Graff, Basel

Jean Henri Fabre, einige Perlen aus den "Souvenirs entomologiques"

Der französische Insektenforscher und Autor Jean Henri Fabre (1823-1915) verfasste auf seinem Landgut in Serignan (Provence) sein zehnbändiges Lebenswerk "Souvenirs entomologiques" (Erinnerungen eines Insektenforschers) mit seinen Studien über die Instinkte und Verhaltensweisen der Insekten. Nach einer kurzen Einführung in die Biografie des Naturforschers geht der Referent auf einige ausgewählte Kapitel ein. Über Urtikation, Mistkäfer der Pampas, Erstaunliches über Heuschrecken wird der Bogen zu Roten Waldameisen, Ölkäfer und schliesslich zu einigen philosophischen Aspekten gespannt.

Montag, 12. September 2022 / 20.00 Uhr

 Judith Korb, Universität Freiburg (D)

Termiten: Von Superorganismen, Ökosystem Ingenieuren und Stararchitekten

Termiten sind die ältesten sozialen Insekten der Erde. Sie sind soziale Schaben, die seit mehr als 130 Millionen Jahren die Erde mit ihren Staaten bevölkern. In ihrem Vortrag wird die Referentin über ihre soziale Leibensweise, ihre Bedeutung für Ökosysteme und ihre Leistungen als Konstrukteure klimatisierter Bauten berichten.

Montag, 17. Oktober 2022 / 20.00 Uhr

Kurzvorträge

 

Montag, 7. November 2022 / 20.00 Uhr

Christoph Germann, Naturhistorisches Museum Basel

Ostasiatische Rüssler des Subtribus Cotasteromimina

Innerhalb der beeindruckenden Vielfalt der Rüsselkäfer, eine der artenmächtigsten Gruppe der Käfer weltweit, werden die bizarren Molytinae genauer beleuchtet. Am Beispiel eines kleinen Subtribus werden Herausforderungen beim Bearbeiten aufgezeigt, und es werden Neuentdeckungen vorgestellt.

 

Montag, 12. Dezember 2022 / 20.00 Uhr

Andreas Müller, Natur Umwelt Wissen, Zürich

Die faszinierende Welt der Wildbienen - Neue Erkenntnisse zur Biologie seltener Arten

Wildbienen sind eine sehr artenreiche und vielfältige Insektengruppe mit faszinierenden Lebensweisen. Obwohl die Biologie der mitteleuropäischen Wildbienenarten verhältnismässig gut bekannt ist, sind die Lebensweisen mehrerer seltener Arten erst unzureichend erforscht. Im Zusammenhang mit der aktuellen Erarbeitung einer Roten Liste der gefährdeten Wildbienen der Schweiz wurden in den vergangenen Jahren vermehrt Anstrengungen unternommen, Licht in die unbekannte Biologie dieser seltenen Arten zu bringen. Im Vortrag werden für mehrere Arten neue Erkenntnisse zu den bislang unbekannten Blütenpräferenzen oder Nistweisen vorgestellt.