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Insektenporträt Text und Fotos: Denise Wyniger MerkmaleWanzen sind hemimetabole Insekten, d.h. Insekten mit einer unvollständigen Entwicklung. Sie entwickeln sich vom Ei über fünf (mit Ausnahmen) Larvenstadien zum Adulttier. Typische Merkmale der Wanzen sind das stechend-saugendes Mundwerkzeug, die Stinkdrüsen und der Aufbau der Vorderflügel. Diese sind im vorderen Bereich sklerotisiert, im hinteren dagegen membranös. Wanzen ernähren sich entweder zoophag (von tierischem Material), phytophag (von Pflanzen), saprophag (von totem organischem Material) oder mycophag (von Pilzen). Es gibt Arten, die sich ausschliesslich von einem Wirt (Pflanze oder Tier) ernähren (monophag), oder solche die ein etwas breiteres Nahrungsspektrum aufweisen (polyphag). |
| Besonderheiten
Einige Wanzenarten können mit entsprechenden Schrillorganen Laute erzeugen. Bekannt ist dies bei den Familien der Ruderwanzen (Corixidae), Skorpionswanzen (Nepidae), Zwergrückenschwimmer (Pleidae), Sichelwanzen (Nabidae) und den Raubwanzen (Reduviidae). Ein "Hörorgan" ist nur aus der Familie der Ruderwanzen bekannt. Vielfach sind Wanzen gute Flieger; im Flug wird der Hinterflügel mit dem Vorderflügel gekoppelt. |
![]() Coreus marginatus marginatus |
![]() Eurygaster sp. (Scutelleridae, Schildwanzen) |
Es gibt unter den Wanzen auch solche Arten, deren Sekret angenehm riecht, so zum Beispiel bei der einheimischen Streifenwanze (Graphosoma lineatum, Linnaeus 1758, Pentatomidae, Baumwanze), diese riecht unerwartet angenehm nach alten Äpfeln. Bei manchen Wanzen kommt eine ausgeprägte Brutpflege vor. Besonders bekannt für ihr ausgeprägtes Brutverhalten ist die einheimische Art Elasmucha grisea grisea flithocerus (Linnaeus, 1758) (Acanthosomatidae, Stachelwanzen). Nachdem das Weibchen die Eier auf die Blattunterseite eines Birkenblattes gelegt hat, bleibt sie über ihnen sitzen und verteidigt diese gegen Feinde. Auch nachdem die Jungtiere geschlüpft sind "betreut" das Weibchen diese weiterhin und führt sie von Futterplatz zu Futterplatz. In einigen asiatischen Ländern werden manche Wasserwanzenarten auch als Delikatesse gegessen. |
| So zum Beispiele die Riesenwasserwanze Lithocerus indicum (Belostomatidae). In manchen asiatischen Lebensmittelländen kann man sie sogar als Tiefkühlprodukt kaufen!! Eine weitere Besonderheit die es zu erwähnen gilt, ist dass sich einige Wanzenarten (als einzige Insekten überhaupt) sich das Meer als Lebensraum erobert haben. Es sind dies Arten der Gattung Halobates, einer Gattung der Familie der Wasserläufer (Gerridae). Wie viele Wanzenarten sind bekannt? Weltweit sind ca. 35'000 Arten beschrieben. In Mitteleuropa sind es etwas über 1'000 und in der Schweiz ca. 760 Arten. |
![]() Phymata(Phymata) crassipes (Fabricius, 1775) Reduviidae (Raubwanze) |
Diese Porträt können Sie auch als PDF-Datei herunterladen (ca. 137 kb): Inspektenporträt Wanzen. |
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